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BWL · Probeklausur · Aufgabe 16

Wirtschaftsgüter: knapp, nützlich, handelbar

Gesucht sind die drei Eigenschaften, die ein Gut zum Wirtschaftsgut machen. Der Weg: erst die Güter in freie Güter und Wirtschaftsgüter teilen. Dann die drei Eigenschaften einzeln erklären: knapp, stiftet Nutzen, wird auf Märkten getauscht. Zum Schluss mit drei Beispielen prüfen, ob ein Gut alle drei hat. Rechts steht der ganze Lösungsweg, links die Erklärung zum aktuellen Schritt. Mit → geht es Schritt für Schritt voran. Ein Klick auf einen Schritt springt direkt dorthin.

Schritt 0 Die Aufgabe

16. Charakterisieren Sie den Begriff „Wirtschaftsgüter“! Nennen Sie drei Eigenschaften dieser Güter! (03 P)

Was die Aufgabe verlangt In eigenen Worten
Operator „Charakterisieren“ die typischen Merkmale eines Begriffs beschreiben
Operator „Nennen“ aufzählen, ohne lange Erklärung
Umfang bei 3 Punkten ein Satz, der den Begriff einordnet, dazu drei Eigenschaften

Der Weg: 1. freie Güter und Wirtschaftsgüter → 2. knapp → 3. stiftet Nutzen → 4. wird auf Märkten getauscht → 5. Prüfung an drei Beispielen → 6. Antwort.

Einordnung

nicht jedes Gut ist ein Wirtschaftsgut

Schritt 1 Freie Güter und Wirtschaftsgüter

freie Güter Wirtschaftsgüter
Menge so viel, dass jeder nehmen kann, was er will weniger, als alle haben wollen
Kosten keine, niemand muss sie herstellen ja, Herstellung braucht Mittel
Beispiel Luft zum Atmen, Sonnenlicht Brötchen, Laptop, Haarschnitt

Die drei Eigenschaften

wie in der Musterlösung

Schritt 2 Eigenschaft 1: knapp

knapp = die vorhandene Menge reicht nicht für alle Wünsche
Brötchen: Jedes muss gebacken werden, das kostet Mehl, Strom und Arbeit → knapp
Luft zum Atmen: reicht für alle, ohne dass jemand etwas dafür tut → nicht knapp

Knapp heißt nicht selten. Ein bestimmter Kieselstein ist einmalig. Aber niemand will ihn haben. Die Menge reicht also für alle Wünsche: nicht knapp.

Schritt 3 Eigenschaft 2: stiftet Nutzen

Nutzen = das Gut befriedigt ein Bedürfnis
Brötchen → macht satt → stiftet Nutzen
verschimmelter Joghurt → nützt niemandem → kein Gut, also auch kein Wirtschaftsgut

Schritt 4 Eigenschaft 3: wird auf Märkten getauscht

Markt = jeder Ort, an dem Anbieter und Nachfrager zusammenkommen und tauschen
Bäckerei, Supermarkt, Wochenmarkt, Online-Shop, Kleinanzeigen
tauschen: Brötchen gegen Geld

Weil Wirtschaftsgüter auf Märkten gehandelt werden, heißen sie auch Waren.

Schritt 5 Die drei Eigenschaften als Prüfung

Gut knapp stiftet Nutzen Markt also
Luft zum Atmen nein ja nein freies Gut
Brötchen ja ja ja Wirtschaftsgut
Straßenbeleuchtung ja ja nein öffentliches Gut

Nur wenn alle drei Antworten „ja“ lauten, ist das Gut ein Wirtschaftsgut.

Schritt 6 Ergebnis

Charakterisierung: Wirtschaftsgüter sind Güter, die knapp sind, einen Nutzen stiften und auf Märkten getauscht werden. Man nennt sie deshalb auch Waren. Das Gegenstück sind die freien Güter; abgegrenzt werden außerdem die öffentlichen Güter.

✓Wirtschaftsgüter sind knappe Güter.
✓Wirtschaftsgüter stiften einen Nutzen.
✓Wirtschaftsgüter werden auf Märkten getauscht.

Probe: Das Brötchen hat alle drei Eigenschaften und ist ein Wirtschaftsgut. Der Luft fehlt die Knappheit, der Straßenbeleuchtung der Markt. Beide sind keine Wirtschaftsgüter.

Merkhilfe: K – N – M: knapp, Nutzen, Markt.