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ESTO · Übungsblatt 6 · Aufgabe 5

t-Test: ist der Mittelwert von 0 verschieden?

Fünf Messwerte haben den Mittelwert 0,336. Heißt das, dass ihr Erwartungswert μ\mu nicht 0 ist — oder kann die Abweichung von 0 Zufall sein? Das entscheidet ein zweiseitiger t-Test. In (ii) kommt eine sechste Messung dazu. Dabei zeigt sich, wie stark ein einziger Wert die Teststatistik verschiebt: ein passender Wert macht sie größer, ein zu großer wieder kleiner. Rechts steht der ganze Lösungsweg, links die Erklärung zum aktuellen Schritt. Mit Weiter geht es Schritt für Schritt voran. Ein Klick auf einen Schritt springt direkt dorthin.

Schritt 0 Die Aufgabe

Die folgenden Messwerte x1,…,x5x_1, \dots, x_5 seien eine Realisierung von unabhängig identisch N(μ,σ2)N(\mu, \sigma^2)-verteilten Zufallsvariablen:

0.70   0.22   0.35   0.51   -0.10

  1. Kann man zum Niveau α=5 %\alpha = 5\,\% zeigen, dass μ≠0\mu \neq 0 ist?
  2. Geben Sie eine zusätzliche Messung x6x_6 an, so dass man mit x1,…,x6x_1, \dots, x_6 zum Niveau α=5 %\alpha = 5\,\% zeigen kann, dass μ≠0\mu \neq 0 ist.

Das Blatt schreibt die Zahlen mit Dezimalpunkt, so wie R sie braucht. Im Lösungsweg stehen sie mit Komma: 0,70; 0,22; 0,35; 0,51; −0,10. Eine Einheit nennt die Aufgabe nicht; es sind reine Zahlen.

Hinweis zur Musterlösung: Beide Antworten stimmen: in (i) „nein“, in (ii) „ja, zum Beispiel mit x6=0,5x_6 = 0{,}5“. In der vierten Nachkommastelle von t^\hat t weicht sie ab, weil sie mit gerundeten Zwischenwerten weiterrechnet. In (i) steht t^≈2,4821\hat t \approx 2{,}4821 (gerechnet mit s5=0,3027s_5 = 0{,}3027); ungerundet sind es 2,48202{,}4820 (Schritt 8). In (ii) steht t^≈3,1907\hat t \approx 3{,}1907 (gerechnet mit xˉ6=0,3633\bar x_6 = 0{,}3633 und s6=0,2789s_6 = 0{,}2789); ungerundet sind es 3,19103{,}1910 (Schritt 18). R gibt ebenfalls 2.482021 und 3.191011 aus.

(i) Zweiseitiger t-Test mit fünf Messwerten

Hypothesen, Teststatistik, kritischer Wert, Entscheidung

Schritt 1 Was gezeigt werden soll: μ ≠ 0

Vorgegebener Wert, mit dem μ\mu verglichen wird
μ0=0\mu_0 = 0
Die Vermutung „μ≠0\mu \neq 0“ kommt in die Alternative HAH_A, ihr Gegenteil in die Nullhypothese H0H_0
H0: μ=0gegenHA: μ≠0H_0:\ \mu = 0 \qquad \text{gegen} \qquad H_A:\ \mu \neq 0
Signifikanzniveau: Obergrenze für die Wahrscheinlichkeit, H0H_0 zu verwerfen, obwohl H0H_0 stimmt
α=5 %=0,05\alpha = 5\,\% = 0{,}05

Schritt 2 Das Modell: fünf unabhängige Messungen

Vor der Messung: fünf Zufallsvariablen, unabhängig und identisch normalverteilt
X1,…,X5∼N(μ,σ2),μ und σ2 unbekanntX_1, \dots, X_5 \sim N(\mu, \sigma^2), \qquad \mu \text{ und } \sigma^2 \text{ unbekannt}
Nach der Messung: die Realisierung, also die tatsächlich gemessenen Zahlen
x1=0,70,x2=0,22,x3=0,35,x4=0,51,x5=−0,10x_1 = 0{,}70, \quad x_2 = 0{,}22, \quad x_3 = 0{,}35, \quad x_4 = 0{,}51, \quad x_5 = -0{,}10
Stichprobenumfang
n=5n = 5

Schritt 3 σ unbekannt: der t-Test

Gauß-Test (Aufgabe 4): braucht die Standardabweichung σ\sigma — hier unbekannt
Z=n⋅xˉn−μ0σZ = \sqrt{n}\cdot\dfrac{\bar x_n - \mu_0}{\sigma}
Einstichproben-t-Test: σ\sigma wird durch die Stichproben-Standardabweichung sns_n ersetzt
t^=n⋅xˉn−μ0sn\hat t = \sqrt{n}\cdot\dfrac{\bar x_n - \mu_0}{s_n}
Dasselbe anders geschrieben: im Nenner der geschätzte Standardfehler sn/ns_n/\sqrt{n}
t^=xˉn−μ0sn/n\hat t = \dfrac{\bar x_n - \mu_0}{s_n/\sqrt{n}}
Wenn H0H_0 stimmt, folgt t^\hat t einer t-Verteilung mit n−1n - 1 Freiheitsgraden
n−1=5−1=4 Freiheitsgraden - 1 = 5 - 1 = 4 \text{ Freiheitsgrade}

Schritt 4 Zweiseitig: je 2,5 % an beiden Rändern

„μ≠0\mu \neq 0“ heißt: zu groß oder zu klein. Deshalb wird α\alpha auf beide Ränder verteilt
α2=0,052=0,025=2,5 % je Rand\frac{\alpha}{2} = \frac{0{,}05}{2} = 0{,}025 = 2{,}5\,\% \text{ je Rand}
Die rechte Grenze hat links von sich 1−α/21 - \alpha/2 der Fläche: das 0,9750{,}975-Quantil
1−α2=1−0,025=0,975⇒Grenze tn−1; 1−α/2=t4; 0,9751 - \frac{\alpha}{2} = 1 - 0{,}025 = 0{,}975 \quad\Rightarrow\quad \text{Grenze } t_{n-1;\,1-\alpha/2} = t_{4;\,0{,}975}
Die Regel des zweiseitigen t-Tests (Skript): die Betragsstriche ∣…∣|\ldots| lassen das Vorzeichen weg
H0 verwerfen, falls ∣t^∣>tn−1; 1−α/2H_0 \text{ verwerfen, falls } |\hat t| > t_{n-1;\,1-\alpha/2}

Schritt 5 Der Mittelwert: x̄₅ = 0,336

Alle fünf Werte addieren
∑i=15xi=0,70+0,22+0,35+0,51+(−0,10)=1,68\sum_{i=1}^{5} x_i = 0{,}70 + 0{,}22 + 0{,}35 + 0{,}51 + (-0{,}10) = 1{,}68
Stichprobenmittelwert: Summe geteilt durch n=5n = 5
xˉ5=15∑i=15xi=1,685=0,336\bar x_5 = \frac{1}{5}\sum_{i=1}^{5} x_i = \frac{1{,}68}{5} = 0{,}336

Schritt 6 Abweichungen und ihre Quadrate

Abweichung vom Mittelwert, danach quadriert
xi−xˉ5=xi−0,336,(xi−0,336)2x_i - \bar x_5 = x_i - 0{,}336, \qquad (x_i - 0{,}336)^2
Nr. Messwert Abweichung Quadrat
ii xix_i xi−xˉ5x_i - \bar x_5 (xi−xˉ5)2(x_i - \bar x_5)^2
1 0,70 +0,364 0,132496
2 0,22 −0,116 0,013456
3 0,35 +0,014 0,000196
4 0,51 +0,174 0,030276
5 −0,10 −0,436 0,190096
Σ\Sigma 1,68 0 0,36652
Probe: die Abweichungen heben sich auf
(0,364+0,014+0,174)−(0,116+0,436)=0,552−0,552=0(0{,}364 + 0{,}014 + 0{,}174) - (0{,}116 + 0{,}436) = 0{,}552 - 0{,}552 = 0

Schritt 7 Die Standardabweichung: s₅ ≈ 0,3027

Stichprobenvarianz: Summe der Quadrate geteilt durch n−1=4n - 1 = 4
s52=1n−1∑i=1n(xi−xˉn)2=0,366524=0,09163s_5^2 = \frac{1}{n-1}\sum_{i=1}^{n}(x_i - \bar x_n)^2 = \frac{0{,}36652}{4} = 0{,}09163
Standardabweichung: die Wurzel daraus
s5=0,09163=0,302704…≈0,3027s_5 = \sqrt{0{,}09163} = 0{,}302704\ldots \approx 0{,}3027
x <- c(0.70, 0.22, 0.35, 0.51, -0.10)
mean(x)
#[1] 0.336
sd(x)
#[1] 0.3027045

Schritt 8 Die Teststatistik: t̂ ≈ 2,4820

Formel aus Schritt 3
t^=n⋅xˉn−μ0sn\hat t = \sqrt{n}\cdot\dfrac{\bar x_n - \mu_0}{s_n}
n=5n = 5, xˉ5=0,336\bar x_5 = 0{,}336, μ0=0\mu_0 = 0 und das ungerundete s5=0,302704s_5 = 0{,}302704 einsetzen
t^=5⋅0,336−00,302704=2,236068⋅0,3360,302704=0,7513190,302704≈2,4820\hat t = \sqrt{5}\cdot\dfrac{0{,}336 - 0}{0{,}302704} = \dfrac{2{,}236068 \cdot 0{,}336}{0{,}302704} = \dfrac{0{,}751319}{0{,}302704} \approx 2{,}4820
Probe über den geschätzten Standardfehler
s55=0,3027042,236068≈0,135374,0,3360,135374≈2,4820\frac{s_5}{\sqrt{5}} = \frac{0{,}302704}{2{,}236068} \approx 0{,}135374, \qquad \frac{0{,}336}{0{,}135374} \approx 2{,}4820
sqrt(5) * (mean(x) - 0) / sd(x)
#[1] 2.482021

Schritt 9 Der kritische Wert mit qt: 2,7764

qt(0.975, df = 4)
#[1] 2.776445
Das 0,9750{,}975-Quantil der t-Verteilung mit 4 Freiheitsgraden, auf vier Nachkommastellen
t4; 0,975≈2,7764t_{4;\,0{,}975} \approx 2{,}7764
Ablehnbereich: so weit draußen muss t^\hat t liegen, damit H0H_0 verworfen wird
t^<−2,7764odert^>2,7764\hat t < -2{,}7764 \qquad \text{oder} \qquad \hat t > 2{,}7764

Schritt 10 Entscheidung: H₀ wird nicht verworfen

Betrag von t^\hat t mit dem kritischen Wert vergleichen
∣t^∣=2,4820  <  2,7764=t4; 0,975|\hat t| = 2{,}4820 \; < \; 2{,}7764 = t_{4;\,0{,}975}
Antwort auf (i)
H0 wird nicht verworfen: μ≠0 ist zum Niveau 5 % nicht gezeigt.H_0 \text{ wird nicht verworfen: } \mu \neq 0 \text{ ist zum Niveau } 5\,\% \text{ nicht gezeigt.}

Schritt 11 Was „nicht verwerfen“ bedeutet

Richtig: die fünf Werte reichen nicht als Beleg
Die Daten zeigen μ≠0 nicht.\text{Die Daten zeigen } \mu \neq 0 \text{ nicht.}
Falsch: daraus folgt nicht, dass μ=0\mu = 0 ist
Die Daten zeigen μ=0.(falsch)\text{Die Daten zeigen } \mu = 0\text{.} \quad \text{(falsch)}

Schritt 12 Ergänzung: Probe mit t.test und p-Wert

Ergänzung — für die Lösung nicht nötig, sie prüft die Rechnung mit einem einzigen Befehl.

t.test(x, mu = 0)
#t = 2.482, df = 4, p-value = 0.06806
#95 percent confidence interval:
# -0.03985725  0.71185725
p-Wert: Fläche jenseits von ±t^\pm\hat t unter der t-Dichte, beide Seiten zusammen
p=2⋅P(T4>2,4820)≈0,0681  >  0,05=αp = 2 \cdot P(T_4 > 2{,}4820) \approx 0{,}0681 \; > \; 0{,}05 = \alpha
Das 95-%-Konfidenzintervall enthält μ0=0\mu_0 = 0 — passt zu „nicht verwerfen“
0∈[−0,0399;  0,7119]0 \in [-0{,}0399;\; 0{,}7119]

(ii) Eine sechste Messung: x₆ = 0,5

dieselbe Rechnung mit sechs Werten

Schritt 13 Wie wird |t̂| größer?

Mit μ0=0\mu_0 = 0 wird die Teststatistik zu
t^=n⋅xˉnsn\hat t = \sqrt{n}\cdot\dfrac{\bar x_n}{s_n}
Drei Stellen, an denen x6x_6 angreift
n: 5→6xˉn gro¨ßer (Za¨hler)sn kleiner (Nenner)\sqrt{n}:\ \sqrt{5} \to \sqrt{6} \qquad \bar x_n \text{ größer (Zähler)} \qquad s_n \text{ kleiner (Nenner)}

Schritt 14 Ein Vorschlag: x₆ = 0,5

Die neue Stichprobe mit sechs Werten
0,70,0,22,0,35,0,51,−0,10,x6=0,50{,}70, \quad 0{,}22, \quad 0{,}35, \quad 0{,}51, \quad -0{,}10, \quad x_6 = 0{,}5
Warum 0,5: etwas über dem bisherigen Mittelwert, aber mitten zwischen den bisherigen Werten
xˉ5=0,336  <  0,5  <  0,70=gro¨ßter bisheriger Wert\bar x_5 = 0{,}336 \; < \; 0{,}5 \; < \; 0{,}70 = \text{größter bisheriger Wert}
Neuer Stichprobenumfang
n=6n = 6

Schritt 15 Der neue Mittelwert: x̄₆ ≈ 0,3633

Die Summe aus Schritt 5 plus x6x_6
∑i=16xi=1,68+0,5=2,18\sum_{i=1}^{6} x_i = 1{,}68 + 0{,}5 = 2{,}18
Durch n=6n = 6 teilen; die 3 wiederholt sich unendlich
xˉ6=2,186=0,363333…≈0,3633\bar x_6 = \frac{2{,}18}{6} = 0{,}363333\ldots \approx 0{,}3633

Schritt 16 Die neue Tabelle mit sechs Werten

Alle Abweichungen ändern sich, weil sich der Mittelwert geändert hat
xi−xˉ6=xi−0,363333x_i - \bar x_6 = x_i - 0{,}363333
Nr. Messwert Abweichung Quadrat
ii xix_i xi−xˉ6x_i - \bar x_6 (xi−xˉ6)2(x_i - \bar x_6)^2
1 0,70 +0,336667 0,113344
2 0,22 −0,143333 0,020544
3 0,35 −0,013333 0,000178
4 0,51 +0,146667 0,021511
5 −0,10 −0,463333 0,214678
6 0,50 +0,136667 0,018678
Σ\Sigma 2,18 0 0,388933

Schritt 17 Die neue Standardabweichung: s₆ ≈ 0,2789

Summe der Quadrate geteilt durch n−1=5n - 1 = 5
s62=0,3889335=0,077787s_6^2 = \frac{0{,}388933}{5} = 0{,}077787
Wurzel ziehen
s6=0,077787=0,278903…≈0,2789s_6 = \sqrt{0{,}077787} = 0{,}278903\ldots \approx 0{,}2789
Vergleich mit Schritt 7: kleiner geworden
s6≈0,2789  <  0,3027≈s5s_6 \approx 0{,}2789 \; < \; 0{,}3027 \approx s_5
y <- c(x, 0.5)
mean(y)
#[1] 0.3633333
sd(y)
#[1] 0.2789026

Schritt 18 Die neue Teststatistik: t̂ ≈ 3,1910

n=6n = 6, xˉ6=0,363333\bar x_6 = 0{,}363333, μ0=0\mu_0 = 0 und das ungerundete s6=0,278903s_6 = 0{,}278903 einsetzen
t^=6⋅0,363333−00,278903=2,449490⋅0,3633330,278903=0,8899810,278903≈3,1910\hat t = \sqrt{6}\cdot\dfrac{0{,}363333 - 0}{0{,}278903} = \dfrac{2{,}449490 \cdot 0{,}363333}{0{,}278903} = \dfrac{0{,}889981}{0{,}278903} \approx 3{,}1910
Vergleich mit (i)
2,4820  →  3,19102{,}4820 \;\to\; 3{,}1910
sqrt(6) * (mean(y) - 0) / sd(y)
#[1] 3.191011

Schritt 19 Fünf Freiheitsgrade: kritischer Wert 2,5706

Jetzt n−1=6−1=5n - 1 = 6 - 1 = 5 Freiheitsgrade
tn−1; 1−α/2=t5; 0,975t_{n-1;\,1-\alpha/2} = t_{5;\,0{,}975}
qt(0.975, df = 5)
#[1] 2.570582
Der kritische Wert ist kleiner geworden
t5; 0,975≈2,5706  <  2,7764≈t4; 0,975t_{5;\,0{,}975} \approx 2{,}5706 \; < \; 2{,}7764 \approx t_{4;\,0{,}975}

Schritt 20 Entscheidung: H₀ wird verworfen

Betrag von t^\hat t mit dem neuen kritischen Wert vergleichen
∣t^∣=3,1910  >  2,5706=t5; 0,975|\hat t| = 3{,}1910 \; > \; 2{,}5706 = t_{5;\,0{,}975}
Antwort auf (ii)
Mit x6=0,5 wird H0 verworfen: μ≠0 ist zum Niveau 5 % gezeigt.\text{Mit } x_6 = 0{,}5 \text{ wird } H_0 \text{ verworfen: } \mu \neq 0 \text{ ist zum Niveau } 5\,\% \text{ gezeigt.}
t.test(y, mu = 0)
#t = 3.191, df = 5, p-value = 0.02424

Ergänzung zu (ii): Welche x₆ funktionieren?

über die Aufgabe hinaus: wie t̂ auf einen einzelnen Wert reagiert

Schritt 21 Woher der Zuwachs kommt

Ergänzung — die Aufgabe verlangt nur ein passendes x6x_6. Die Schritte 21 bis 26 zeigen, warum x6=0,5x_6 = 0{,}5 funktioniert und welche Werte es nicht tun.

Teil von t^\hat t fünf Werte mit x6=0,5x_6 = 0{,}5 Wirkung auf t^\hat t
n\sqrt{n} 2,2361 2,4495 × 1,0954
xˉn\bar x_n (Zähler) 0,3360 0,3633 × 1,0813
sns_n (Nenner) 0,3027 0,2789 × 1,0853
t^\hat t 2,4820 3,1910 × 1,2857
Der Nenner wirkt umgekehrt: durch ein kleineres sns_n teilen macht t^\hat t größer
0,30270,2789≈1,0853\frac{0{,}3027}{0{,}2789} \approx 1{,}0853
Das tatsächliche Verhältnis; das Produkt der gerundeten Faktoren ist 1,2855, die Abweichung kommt vom Runden
3,19102,4820≈1,2857,1,0954⋅1,0813⋅1,0853≈1,2855\frac{3{,}1910}{2{,}4820} \approx 1{,}2857, \qquad 1{,}0954 \cdot 1{,}0813 \cdot 1{,}0853 \approx 1{,}2855
Probe: das Verhältnis auf das alte t^\hat t angewendet
2,4820⋅1,2857≈3,1912{,}4820 \cdot 1{,}2857 \approx 3{,}191

Schritt 22 Nur der Nenner: x₆ genau auf dem Mittelwert

x6=xˉ5=0,336x_6 = \bar x_5 = 0{,}336: der Mittelwert bleibt gleich
xˉ6=1,68+0,3366=2,0166=0,336\bar x_6 = \frac{1{,}68 + 0{,}336}{6} = \frac{2{,}016}{6} = 0{,}336
Die neue Abweichung ist 0; die Summe der Quadrate bleibt 0,36652, geteilt wird aber durch 5 statt 4
s62=0,36652+025=0,073304,s6=0,073304≈0,270747s_6^2 = \frac{0{,}36652 + 0^2}{5} = 0{,}073304, \qquad s_6 = \sqrt{0{,}073304} \approx 0{,}270747
Teststatistik
t^=6⋅0,3360,270747=0,8230290,270747≈3,0398  >  2,5706\hat t = \sqrt{6}\cdot\frac{0{,}336}{0{,}270747} = \frac{0{,}823029}{0{,}270747} \approx 3{,}0398 \; > \; 2{,}5706

Schritt 23 Zu groß schadet: x₆ = 2

Der Mittelwert steigt stark
xˉ6=1,68+26=3,686=0,613333…\bar x_6 = \frac{1{,}68 + 2}{6} = \frac{3{,}68}{6} = 0{,}613333\ldots
Nr. Messwert Abweichung Quadrat
ii xix_i xi−xˉ6x_i - \bar x_6 (xi−xˉ6)2(x_i - \bar x_6)^2
1 0,70 +0,086667 0,007511
2 0,22 −0,393333 0,154711
3 0,35 −0,263333 0,069344
4 0,51 −0,103333 0,010678
5 −0,10 −0,713333 0,508844
6 2,00 +1,386667 1,922844
Σ\Sigma 3,68 0 2,673933
Standardabweichung und Teststatistik
s6=2,6739335=0,534787≈0,731291s_6 = \sqrt{\frac{2{,}673933}{5}} = \sqrt{0{,}534787} \approx 0{,}731291
t^=6⋅0,6133330,731291=1,5023540,731291≈2,0544  <  2,5706\hat t = \sqrt{6}\cdot\frac{0{,}613333}{0{,}731291} = \frac{1{,}502354}{0{,}731291} \approx 2{,}0544 \; < \; 2{,}5706
Vergleich mit den fünf Werten: sns_n wächst stärker als xˉn\bar x_n
xˉ: 0,336→0,6133 (×1,83)s: 0,3027→0,7313 (×2,42)\bar x:\ 0{,}336 \to 0{,}6133 \ (\times 1{,}83) \qquad s:\ 0{,}3027 \to 0{,}7313 \ (\times 2{,}42)

Schritt 24 Die Kurve: welche x₆ funktionieren

x6x_6 t^\hat t über 2,5706?
0 2,2597 nein
0,2 2,7770 ja
0,5 3,1910 ja
1,0 2,8557 ja
1,3 2,5468 nein
2,0 2,0544 nein
5,0 1,4180 nein
Genau diese sechsten Messungen reichen (Grenzen auf vier Stellen gerundet)
0,1161  <  x6  <  1,27490{,}1161 \; < \; x_6 \; < \; 1{,}2749
t_dach <- function(x6) { y <- c(x, x6); sqrt(6) * mean(y) / sd(y) }
sapply(c(0, 0.2, 0.5, 1, 1.3, 2), t_dach)
#[1] 2.259731 2.776984 3.191011 2.855722 2.546804 2.054385
uniroot(function(z) t_dach(z) - qt(0.975, df = 5), c(0, 0.4), tol = 1e-8)$root
#[1] 0.1160792
uniroot(function(z) t_dach(z) - qt(0.975, df = 5), c(0.5, 2), tol = 1e-8)$root
#[1] 1.274908

Schritt 25 Der kleinere kritische Wert hilft mit

Gälte noch die alte Grenze 2,7764 (4 Freiheitsgrade), wäre der Bereich schmaler
0,1998  <  x6  <  1,07320{,}1998 \; < \; x_6 \; < \; 1{,}0732
Beispiel x6=1,2x_6 = 1{,}2: reicht nur, weil die Grenze auf 2,5706 gesunken ist
2,5706  <  t^=2,6442  <  2,77642{,}5706 \; < \; \hat t = 2{,}6442 \; < \; 2{,}7764

Schritt 26 Messwerte darf man nicht wählen

Skript: das Signifikanzniveau wird vor dem Test gewählt und nicht mehr verändert
α=5 % gilt nur, wenn die Daten nicht nachtra¨glich passend gemacht werden\alpha = 5\,\% \text{ gilt nur, wenn die Daten nicht nachträglich passend gemacht werden}

Schritt 27 Ergebnis

✓(i) Nein. ∣t^∣=2,4820<2,7764=t4; 0,975|\hat t| = 2{,}4820 < 2{,}7764 = t_{4;\,0{,}975}: H0 ⁣:μ=0H_0\!: \mu = 0 wird nicht verworfen. Mit den fünf Werten ist μ≠0\mu \neq 0 zum Niveau 5 % nicht gezeigt — das heißt nicht, dass μ=0\mu = 0 ist.
✓(ii) Zum Beispiel x6=0,5x_6 = 0{,}5. Dann t^=3,1910>2,5706=t5; 0,975\hat t = 3{,}1910 > 2{,}5706 = t_{5;\,0{,}975}: H0H_0 wird verworfen, μ≠0\mu \neq 0 ist zum Niveau 5 % gezeigt.
✓Ergänzung: Jede sechste Messung zwischen etwa 0,11610{,}1161 und 1,27491{,}2749 reicht. Kleinere, negative und zu große Werte reichen nicht.

Proben: Die Abweichungen ergeben in beiden Tabellen 0. R liefert mit t.test dieselben Werte: t = 2.482 bei 4 Freiheitsgraden und t = 3.191 bei 5 Freiheitsgraden. Die p-Werte passen zu den Entscheidungen: 0,0681 > 0,05 in (i), 0,0242 < 0,05 in (ii).

Typische Fehler: α\alpha nicht halbieren und qt(0.95, df = 4) nehmen (2,1318 — das wäre ein einseitiger Test). Die Freiheitsgrade in (ii) nicht anpassen (5 statt 4). Nach dem Hinzufügen von x6x_6 die alten Abweichungen weiterbenutzen — sie hängen vom Mittelwert ab und müssen neu berechnet werden. „Nicht verwerfen“ als „μ=0\mu = 0 gezeigt“ lesen.

Zum ersten Fehler: Mit 2,1318 als Grenze wäre 2,4820>2,13182{,}4820 > 2{,}1318, und man würde fälschlich verwerfen — die Antwort auf (i) wäre falsch „ja“.