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IProg · Skript 1 · Abschnitt 7

Barrierefreiheit: Web-Seiten für alle

Nicht jeder sieht eine Web-Seite so wie ihr Autor. Hier steht, was Barrierefreiheit heißt, wer sie braucht und mit welchen fünf Punkten aus dem Skript man sie erreicht. Rechts steht zu den Punkten ein Stück HTML vorher und besser. Mit Weiter geht es Schritt für Schritt voran. Ein Klick auf einen Schritt springt direkt dorthin.

Worum es geht

Skript 01b, Folien 13 und 14: Barrierefreiheit, Richtlinien und einige wichtige Punkte.

Die Frage dieses Abschnitts: Wie baut man eine Seite, die alle Menschen nutzen können? Und woran erkennt man im HTML, ob eine Seite das schafft?

So gehen wir vor:

  1. Was Barrierefreiheit heißt und wen sie betrifft.
  2. Welche Richtlinien es gibt.
  3. Fünf Punkte von Folie 14, mit Beispielen.
  4. Eine Klausurfrage zum Üben.

Allen Nutzern die Seite ermöglichen

Skript · Barrierefreiheit
  • Allen Nutzern die Verwendung der Web-Anwendung ermöglichen.
  • Mögliche körperliche und/oder technische Beschränkungen berücksichtigen.

Eine Seite ist barrierefrei, wenn alle Menschen sie nutzen können. Die Folie fragt: Was könnte das betreffen? Rechts stehen Antworten in zwei Gruppen.

Körperliche Beschränkungen: Wer blind ist, lässt sich die Seite von einem Screenreader vorlesen, einem Programm, das den Text der Seite in Sprache oder Blindenschrift umsetzt. Wer Rot und Grün nicht unterscheidet, sieht zwei gleiche Farben.

Technische Beschränkungen: ein Gerät ohne Bildschirm (Screenreader, Braillezeile), ein kleiner Bildschirm, eine langsame Verbindung, ein alter Browser. Auch dann soll die Seite noch funktionieren.

Richtlinien: BITV und WCAG

  • BITV: Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung, gesetzliche Auflage.
  • WCAG der W3C-WAI: internationaler Standard für barrierefreies Webdesign.
  • Abkürzung im Englischen: a11y.

Je nach Umfeld ist Barrierefreiheit sogar Pflicht. In Deutschland regelt das die BITV (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung) für öffentliche Stellen.

Der internationale Standard sind die WCAG (Web Content Accessibility Guidelines). Sie kommen von der WAI (Web Accessibility Initiative) des W3C. In englischen Texten heißt Barrierefreiheit oft a11y: a, dann 11 Buchstaben, dann y (accessibility).

Ergänzung: Seit dem 28.06.2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz auch für viele Angebote von Unternehmen, etwa Online-Shops. Das steht nicht im Skript.

Noch 8 Schritte bis zum Ergebnis
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Abbildung 1Was Barrierefreiheit heißt

wen sie betrifft

körperliche Beschränkungen
blind: hört die Seite über ein Vorleseprogramm
sehbehindert: vergrößert die Schrift stark
farbenblind: unterscheidet Rot und Grün nicht
ohne Maus: bedient alles mit der Tastatur
gehörlos: braucht Untertitel zu Videos
technische Beschränkungen
Screenreader oder Braillezeile statt Bildschirm
kleiner Bildschirm
langsame Verbindung: Bilder fehlen
älterer Browser
Richtlinien
BITV: Verordnung, Pflicht für öffentliche Stellen
WCAG des W3C: internationaler Standard
Legendegerade gemeintBarrieren und Punkte.