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LAG · Übungsblatt 7 · Aufgabe 4

Figuren transformieren: Matrix A und ihre Inverse B

Zwei Dreiecke liegen in zwei Koordinatensystemen. Das rechte entsteht aus dem linken durch Drehen, Strecken und Verschieben. Gesucht ist eine Matrix AA, die jeden Punkt des linken Dreiecks an seine Stelle im rechten setzt, und eine Matrix BB, die den Weg zurückgeht. Wir lesen die Ecken ab, stellen aus ihnen ein Gleichungssystem auf, lösen es mit dem Gauß-Algorithmus und bilden dann die Inverse. Der ganze Lösungsweg steht offen da, die Erklärung gehört jeweils zum aktuellen Schritt. Mit Weiter geht es Schritt für Schritt voran. Ein Klick auf einen Schritt springt direkt dorthin.

Die Aufgabe

Die folgenden Figuren gehen durch geometrische Transformationen ineinander über.

[Abbildung: zwei Koordinatensysteme nebeneinander. Links ein rechtwinkliges Dreieck mit den Ecken (1,1)(1, 1), (2,1)(2, 1), (1,2)(1, 2), rechts eines mit den Ecken (0,2)(0, 2), (1,2)(1, 2), (1,4)(1, 4).]

Berechnen Sie die Transformationsmatrizen AA (Transformation von links nach rechts) und BB (Transformation von rechts nach links).

Im Bild sind zwei rechtwinklige Dreiecke gezeichnet. Das rechte Dreieck entsteht aus dem linken durch geometrische Transformationen, also durch Drehen, Strecken, Spiegeln oder Verschieben. Wir sollen zwei Matrizen angeben: AA übersetzt einen Punkt des linken Systems in den zugehörigen Punkt des rechten, BB übersetzt zurück.

Der Aufgabentext sagt nicht, welche Ecke des linken Dreiecks auf welche Ecke des rechten gehört. Das legen wir selbst fest und sagen es offen dazu. Er sagt auch nicht, dass die Matrizen drei Zeilen und drei Spalten haben müssen. Warum das nötig ist, zeigt Schritt 3.

Merke: Eine solche Abbildung ist durch die Bilder von drei Punkten festgelegt, die nicht auf einer Geraden liegen (hier die drei Ecken). Aus den Punkten und ihren Bildern entsteht ein Gleichungssystem für die Einträge von AA. Die Matrix der Rückrichtung ist die Inverse A−1A^{-1}.

So gehen wir vor:

  1. Ansatz: Ecken ablesen, Zuordnung festlegen, Matrix mit Platzhaltern ansetzen.
  2. Matrix AA: Gleichungen aufstellen, mit dem Gauß-Algorithmus lösen, prüfen und deuten.
  3. Matrix BB: die Inverse von AA bilden und prüfen.
  4. Ergänzung: die zweite mögliche Zuordnung rechnen.

Die Ecken ablesen

Linkes Dreieck L und rechtes Dreieck R
L: P1=(1,1), P2=(2,1), P3=(1,2)L:\ P_1 = (1,1),\ P_2 = (2,1),\ P_3 = (1,2)
R: (0,2), (1,2), (1,4)R:\ (0,2),\ (1,2),\ (1,4)

Eine Ecke lesen wir ab, indem wir von ihr senkrecht zur x-Achse und zur y-Achse laufen. Die Zahl an der x-Achse ist der x-Wert, die an der y-Achse der y-Wert. Beide Zahlen zusammen heißen die Koordinaten der Ecke.

Das linke Dreieck hat die Ecken (1,1)(1, 1), (2,1)(2, 1) und (1,2)(1, 2). Wir nennen sie P1P_1, P2P_2 und P3P_3. Der rechte Winkel liegt bei P1P_1: Von dort geht eine Kathete (eine Seite am rechten Winkel) nach rechts und eine nach oben. Beide sind 1 lang, das Dreieck ist also gleichschenklig (zwei Seiten sind gleich lang).

Das rechte Dreieck hat die Ecken (0,2)(0, 2), (1,2)(1, 2) und (1,4)(1, 4). Der rechte Winkel liegt bei (1,2)(1, 2): Eine Kathete geht von dort 1 nach links, die andere 2 nach oben. Die beiden Katheten sind hier verschieden lang.

Festlegen, welche Ecke wohin geht

Zuordnung der Musterlösung
P1=(1,1)↦Q1=(1,2)P_1 = (1,1) \mapsto Q_1 = (1,2)
P2=(2,1)↦Q2=(1,4)P_2 = (2,1) \mapsto Q_2 = (1,4)
P3=(1,2)↦Q3=(0,2)P_3 = (1,2) \mapsto Q_3 = (0,2)

Eine Abbildung muss für jede Ecke wissen, wo sie landet. Rechnerisch ginge jede der sechs Zuordnungen von drei Ecken auf drei Ecken. Wir wollen aber nur Drehen, Spiegeln, Verschieben und Strecken längs der Achsen. Diese Abbildungen schicken zwei Strecken, die senkrecht aufeinander stehen und achsenparallel liegen, wieder auf senkrechte Strecken. Der rechte Winkel links muss also auf einen rechten Winkel rechts gehen. Den gibt es rechts nur bei (1,2)(1, 2). Die anderen vier Zuordnungen würden das Dreieck zusätzlich scheren (schief ziehen); das ist keine dieser vier Abbildungen. Also muss P1P_1 auf (1,2)(1, 2) gehen. Diese Ecke nennen wir Q1Q_1.

Für P2P_2 und P3P_3 bleiben die Ecken (1,4)(1, 4) und (0,2)(0, 2). Weil beide Katheten links gleich lang sind, gehen beide Verteilungen. Die Musterlösung nimmt P2↦(1,4)P_2 \mapsto (1, 4) und P3↦(0,2)P_3 \mapsto (0, 2). Wir nennen diese Bilder Q2=(1,4)Q_2 = (1, 4) und Q3=(0,2)Q_3 = (0, 2) und rechnen damit. Die andere Verteilung rechnen wir am Ende als Ergänzung (Schritte 13 und 14).

Das Zeichen ↦\mapsto liest sich „wird abgebildet auf“.

Noch 13 Schritte bis zum Ergebnis
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Das Dreieck links und rechts

links vor der Abbildung, rechts danach

Abbildung 1Das Dreieck links und rechts

links vor der Abbildung, rechts danach

LP₁P₂P₃RQ₁Q₂Q₃
Legendein diesem Schritt gemeintLinks das Dreieck L mit P₁, P₂, P₃, rechts das Dreieck R mit Q₁, Q₂, Q₃.