Die Aufgabe
Aufgabe 1: (18 Punkte)
Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Hochschule Kaiserslautern wurde eine Gruppe von 50 Studierenden eines BA-Studiengangs befragt, an wie vielen Tagen pro Jahr sie außerhalb Deutschlands sind. Die Befragung ergab, dass dieses im Schnitt an 40 Tagen der Fall war. Eine Standardabweichung von wurde ermittelt. D.h., dass hier die Standardabweichung unbekannt ist und aus der Stichprobe durch geschätzt wurde.
a) Berechnen Sie den Standardfehler und den relativen Standardfehler. Interpretieren Sie die Werte anschließend. (5 Punkte)
b) Konstruieren und interpretieren Sie das 90%-Konfidenzintervall. (5 Punkte)
c) Erklären Sie kurz, was sich in der Beantwortung der Frage b) ändern würde, falls die Daten aus einer Gruppe von 20 Studierenden erhoben worden wären. Sie müssen hier nicht rechnen! (2 Punkte)
d) Erklären Sie die Motivation im Allgemeinen, Konfidenzintervalle zu bestimmen. Grenzen Sie dabei Punktschätzungen von Intervallschätzungen ab und gehen auf Vor- und Nachteile ein. (6 Punkte)
Eine Gruppe von 50 Studierenden wurde gefragt, an wie vielen Tagen pro Jahr sie im Ausland sind. Im Mittel waren es 40 Tage, die Standardabweichung der Antworten ist 4 Tage. Diese Gruppe ist eine Stichprobe. Gemeint sind aber alle Studierenden (die Population): Wie viele Tage sind sie im Mittel im Ausland?
Die Standardabweichung der ganzen Population ist unbekannt. Man schätzt sie durch die Standardabweichung der Stichprobe. Darauf weist die Aufgabe ausdrücklich hin.
Gesucht sind vier Dinge, mit den Punkten der Klausur (zusammen 18):
- a) 5 Punkte: Standardfehler und relativen Standardfehler berechnen und deuten.
- b) 5 Punkte: das 90-%-Konfidenzintervall bilden und deuten.
- c) 2 Punkte: in Worten sagen, was sich in b) bei 20 statt 50 Studierenden ändert.
- d) 6 Punkte: erklären, wozu man Konfidenzintervalle bestimmt, Punkt- und Intervallschätzung abgrenzen, Vor- und Nachteile nennen.
„Deuten“ heißt: ein ganzer Satz im Sachzusammenhang, mit Einheit (hier: Tage).
Der Weg:
- a) Standardfehler mit der Formel aus der Formelsammlung, dann relativ (Schritte 1 bis 5).
- b) Konfidenzniveau festlegen, z-Wert ablesen, Grenzen berechnen (Schritte 6 bis 9).
- c) Standardfehler und Tabellenwert bei 20 Studierenden (Schritte 10 und 11).
- d) Punktschätzung, Intervallschätzung, Vor- und Nachteile (Schritte 12 bis 14).