Skript · Algorithmus nach Gauß, erste Hälfte
Für i=1 bis n−1: Prüfe, ob aii=0 ist; falls nicht, Zeilentausch. Für j=i+1 bis n:
(neue Zeile)j=(alte Zeile)j−aiiaji⋅(alte Zeile)i Das Skript erlaubt für (A∣b) drei elementare Umformungen: zwei Zeilen vertauschen, eine Zeile mit einer Zahl k=0 malnehmen und ein Vielfaches einer Zeile zu einer anderen Zeile addieren. Das Skript zeigt auch: Solche Zeilenumformungen ändern die Lösung des Gleichungssystems nicht. Beim Vertauschen steht nur die Reihenfolge der Gleichungen anders. Wir benutzen hier nur das Abziehen eines Vielfachen einer Zeile von einer anderen und, falls nötig, das Vertauschen.
Spaltenumformungen verbietet die Aufgabe. Sie würden die Zuordnung der Spalten zu x1, x2, x3 durcheinanderbringen.
Das Ziel ist die obere Dreiecksform: Unter der Diagonale (von links oben nach rechts unten) stehen nur Nullen. Der Algorithmus geht dafür die Diagonalelemente aii von i=1 bis i=n−1 durch, hier also i=1 und i=2. Mit n ist die Zahl der Unbekannten gemeint, hier n=3.
Die Buchstaben der Formel unten: i ist die Nummer der Spalte, die gerade bearbeitet wird. j ist die Nummer der Zeile, die gerade verändert wird. Mit aji ist die Zahl in Zeile j und Spalte i gemeint, mit aii die Zahl in Zeile i und Spalte i. Der Bruch aji/aii sagt, wie oft Zeile i von Zeile j abgezogen wird.
Wichtig: aij ist immer die Zahl, wie sie in der Matrix gerade dasteht, also nach den bisherigen Umformungen und nicht in der ursprünglichen Matrix A. Beim zweiten Durchlauf ist a22 darum nicht mehr 3 wie in A, sondern −1.
Bei jedem i wird zuerst geprüft, ob aii ungleich 0 ist. Es wird gleich als Nenner eines Bruchs gebraucht, und durch 0 darf man nicht teilen. Ist es 0, tauscht man die Zeile mit einer Zeile weiter unten.
Hier ist a11=1, also gibt es nichts zu tauschen.