Die Aufgabe
Eine lineare Abbildung heißt orthogonale Abbildung, falls für alle gilt , d. h. das Skalarprodukt ist invariant bzgl. der Abbildung .
Eine reelle, invertierbare -Matrix heißt orthogonal, wenn gilt.
Für orthogonale Abbildungen besteht die zugehörige orthogonale Abbildungsmatrix aus Spalten, die eine Orthonormalbasis bilden.
a) Zeigen Sie, dass eine orthogonale Abbildung höchstens die Eigenwerte 1 und hat.
b) Zeigen Sie, dass eine orthogonale Matrix die Determinante 1 oder hat.
c) Sei nun eine -Matrix für eine Drehung um den Winkel . Zeigen Sie, dass eine orthogonale Matrix ist.
Hinweis: .
ist das Skalarprodukt der Vektoren und : eine Zahl, aus der man Längen und Winkel berechnet. Eine orthogonale Abbildung lässt jedes Skalarprodukt unverändert. Darum ändert sie keine Länge und keinen Winkel. „Invariant“ heißt „bleibt gleich“, „bzgl.“ heißt „bezüglich“.
Eine orthogonale Matrix hat als Inverse einfach ihre Transponierte (Zeilen und Spalten getauscht). Der dritte Satz der Aufgabe verbindet beides: Die Matrix einer orthogonalen Abbildung ist eine orthogonale Matrix.
So gehen wir vor:
- a) Wir nehmen einen reellen Eigenwert an. Mit dem Skalarprodukt folgt .
- b) Wir nehmen die Determinante von . Es folgt .
- c) Wir rechnen und aus. Beide ergeben .