Die Aufgabe
Aufgabe 1: (12 Punkte)
Eine Gruppe von 20 Frauen aus dem Top-Management nimmt an einer Studie zum Thema Dienstreisen teil. Die Befragung ergab, dass die befragten Frauen im Jahr durchschnittlich 15 Dienstreisen mit einer Standardabweichung von s = 3 hatten. D.h., dass hier die Standardabweichung σ unbekannt ist und aus der Stichprobe durch s geschätzt wurde.
a) Berechnen Sie den Standardfehler und den relativen Standardfehler. Interpretieren Sie die Werte anschließend. (5 Punkte)
b) Konstruieren und interpretieren Sie das 90%-Konfidenzintervall. (5 Punkte)
c) Erklären Sie kurz, was sich in der Beantwortung der Frage b) ändern würde, falls die Standardabweichung σ bekannt ist. Sie müssen hier nicht rechnen! (2 Punkte)
Befragt wurden 20 Frauen aus dem Top-Management. Sie hatten im Jahr im Durchschnitt 15 Dienstreisen; die einzelnen Werte schwanken um diesen Durchschnitt mit der Standardabweichung (sie misst, wie stark die einzelnen Werte um den Mittelwert streuen). Gesucht ist nicht der Wert dieser 20 Frauen, sondern eine Aussage über alle Top-Managerinnen, die Grundgesamtheit. Aus der Stichprobe lässt sich nur schätzen, wie dieser wahre Mittelwert (griechisch „my“) aussieht.
Zu den Teilaufgaben: a) Der Standardfehler sagt, wie weit der Mittelwert einer Stichprobe im Schnitt vom wahren Mittelwert entfernt liegt. Der relative Standardfehler setzt das ins Verhältnis zum Mittelwert. b) Das Konfidenzintervall ist ein Bereich um den Stichprobenmittelwert, in dem der wahre Mittelwert mit einer festgelegten Sicherheit (hier 90 %) liegt. c) Nur erklären: Was wäre anders, wenn man die Standardabweichung der Grundgesamtheit kennte?
Der Weg:
- Den Standardfehler aus und berechnen (Schritte 1 bis 4).
- Die passende Verteilung wählen, den Faktor aus der Tabelle lesen, die Grenzen berechnen (Schritte 5 bis 8).
- Erklären, was sich bei bekanntem ändert (Schritt 9).